In der Ruhe liegt die Kraft
Hier im Haus ist es ausgesprochen ruhig. Ungewöhnlich ruhig. Friedlich.
Am Montag hat uns der Hausarzt gesagt, dass unser Opa nur noch ein paar Tage leben würde. Die Kraft ist einfach weg. Seitdem liegt er im Bett, wir geben ihm nur, was er haben möchte und zwingen ihm nichts auf. Erstaunlicherweise hat er keinen Durst. Immer wieder haben wir Flüssigkeit angeboten, aber er lehnte sie ab. Wenn wir ihn überreden, hat er Schwierigkeiten zu schlucken. Daher mache ich häufig Mundpflege, wische die Mundschleimhäute mit einem Apfelsaft-getränkten Tupfer aus und fette die Lippen leicht ein.
Er liegt ganz ruhig und nicht angespannt. Phasenweise war er unruhig, machte ab und zu einen panischen Eindruck, aber das ist inzwischen vorbei. Wir sitzen viel an seinem Bett, halten seine Hand oder sind einfach nur da. Auf dem Tisch stehen kleine Rosen, eine Kerze brennt den ganzen Tag. Er spricht wenig, und wir reden auch nicht auf ihn ein.
Ich hätte mir selbst niemals zugetraut, stundenlang ruhig dasitzen zu können, ohne mich dabei schlecht zu fühlen. Aber es geht, und zwar ganz gut. Wie gut, dass meine Kinder schon so groß sind, dass sie sich selbst beschäftigen können. Die Mädchen sind viel verabredet, und der Kleine kommt mit zu Opa oder ist bei seinen Schwestern. Auch der Fernsehapparat hilft in dieser Zeit...
So können wir hier ruhig, gelassen, liebevoll und in Würde unseren Opa verabschieden.
Am Montag hat uns der Hausarzt gesagt, dass unser Opa nur noch ein paar Tage leben würde. Die Kraft ist einfach weg. Seitdem liegt er im Bett, wir geben ihm nur, was er haben möchte und zwingen ihm nichts auf. Erstaunlicherweise hat er keinen Durst. Immer wieder haben wir Flüssigkeit angeboten, aber er lehnte sie ab. Wenn wir ihn überreden, hat er Schwierigkeiten zu schlucken. Daher mache ich häufig Mundpflege, wische die Mundschleimhäute mit einem Apfelsaft-getränkten Tupfer aus und fette die Lippen leicht ein.
Er liegt ganz ruhig und nicht angespannt. Phasenweise war er unruhig, machte ab und zu einen panischen Eindruck, aber das ist inzwischen vorbei. Wir sitzen viel an seinem Bett, halten seine Hand oder sind einfach nur da. Auf dem Tisch stehen kleine Rosen, eine Kerze brennt den ganzen Tag. Er spricht wenig, und wir reden auch nicht auf ihn ein.
Ich hätte mir selbst niemals zugetraut, stundenlang ruhig dasitzen zu können, ohne mich dabei schlecht zu fühlen. Aber es geht, und zwar ganz gut. Wie gut, dass meine Kinder schon so groß sind, dass sie sich selbst beschäftigen können. Die Mädchen sind viel verabredet, und der Kleine kommt mit zu Opa oder ist bei seinen Schwestern. Auch der Fernsehapparat hilft in dieser Zeit...
So können wir hier ruhig, gelassen, liebevoll und in Würde unseren Opa verabschieden.
singlilli - 15. Feb, 17:59
