Samstag, 22. September 2007

Die Sängerlaube

war wohl zu früheren Zeiten mal eine Art Austragungsort für Sängerwettbewerbe auf einer Burg, wenn ich nicht völlig falsch liege. Heute habe ich an einer Veranstaltung mit eben diesem Namen teilgenommen, aber es hatte weder mit Burg, noch mit Wettstreit noch mit DSDS zu tun ;o) .

Es war eher eine Art Workshop für Gesangsinteressierte. Eine Gesangspädagogin bot das in ihrer Praxis an. Teilgenommen haben 7 Frauen und sogar 2 Männer, hört, hört!

Es begann mit Kaffeetrinken, mit Kirschkuchen, der süßer hätte sein dürfen. Danach setzten wir uns in den Unterrichtsraum und fingen an, zu tönen. Dazu hatten wir verschiedene Anleitungen, zum Beispiel so: Lege Daumen und Mittelfinger aneinander. Dann stelle Dir vor, dass die Finger das Bestreben haben, auseinander zu gehen, aber tatsächlich in Kontakt bleiben. Dabei singe einen Ton auf "ao". Diese Übung wird dann mit anderen Fantasiebildern wiederholt. Bei einer sollten z.B. die Finger stark
aufeinander gepresst werden.

Es ist wirklich unglaublich, wie sich der Ton, der Klang verändert. Es wird sicherlich Menschen geben, die dies für Quatsch halten oder wenigstens in Zweifel ziehen. Egal. _Ich_ merke den Unterschied, und durch diese Gesangslehrerin habe ich wieder viel mehr Freude am Singen als vorher. (Vor einiger Zeit hatte ich mal ein Jahr Gesangsunterricht bei ihr. Der lief nach ähnlichem Konzept ab.)

Nach einiger Singerei konnten wir dann im Garten Pause machen und das herrliche Spätsommerwetter genießen.
Abendbrot gab es auch, und ein kleiner Tanz und eine Geschichte rundete den Abend ab.

Die Geschichte ging etwa so:

Auf einer Insel lebten drei sehr fromme Männer. Sie waren weithin bekannt. Viele Menschen kamen zu ihnen, um mit ihnen zu beten und um von ihnen zu lernen.
Das hörte der Bischof, und er wollte sie kennen lernen. Mit seinem Schiff fuhr er zu der Insel und staunte sehr, als er von drei ärmlich aussehenden Gestalten begrüßt wurde.

Er fragte die drei Männer: "Wie betet ihr?"
Fragend und verwirrt sahen die drei sich an. Sie antworteten: "Wir sind drei. Du bist drei. Steh`uns bei."

Der Bischof glaubte, seinen Ohren nicht zu trauen. Er beschloss, das das so nicht bleiben könne und bemühte sich sehr, ihnen das Vaterunser beizubringen. Als sie es gelernt hatten, stieg er auf sein Schiff und fuhr wieder ab.

Doch wie erschrak der Bischof, als er sah, wie die drei Männer ihm über das Wasser hinterher gelaufen kamen. Sie riefen "Werter Herr, wie ging es nochmal? Was kommt nach "dein Wille geschehe" ?"

Der Bischof warf sich vor ihnen nieder, dass seine Stirn das Holz seines Schiffes berührte und sagte zu den drei Männern: "Betet nur so weiter, wie ihr es immer getan habt. Gott erhört euch!"

Erleichtert gingen die Frommen über das Wasser zurück zu ihrer Insel.

(Verfasser ist mir nicht bekannt)

Es war ein sehr schöner Nachmittag. Habe ich schon mal erwähnt, wie gerne ich singe :o) ?

Liebe Grüße

Singlilli

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